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Die ersten Tage zuckerfrei (Tag 1 bis 7)

Herzlichen Glückwunsch! Wie ich sehe hast du dich entschlossen die Challenge zu wagen! Zuckerfrei zu werden (ob nun „nur“ 40 Tage oder für eine lange Zeit) ist nicht leicht und stellt auch dich wahrscheinlich vor das ein oder andere Hindernis, welches dir die Entscheidung erschweren wird. Die ersten Tage zuckerfrei zu leben werden wahrscheinlich die schwersten sein.

Ich versuche dir auch meinem Blog so gut wie Möglich zu helfen. Bei Fragen kannst du dich gerne immer an mich wenden.

Die Entscheidung

Das schwerste Hindernis hast du schon hinter dir; du hast die Entscheidung getroffen zuckerfrei zu werden. Sehr gut!

Die Gründe, aus denen du zuckerfrei geworden bis, musst du dir immer wieder in Erinnerung rufen um am Ball zu bleiben. Siehe dir auch die positiven Auswirkungen von Zuckerfreiheit für deinen Körper und deine Psyche an – das hat mir sehr geholfen.

Jetzt musst du nur noch entscheiden, ob du einen harten Cut haben möchtest, wie ich es getan habe, oder den Zuckerkonsum langsam senken möchtest.

Der richtige Start

Am besten startest du so, dass die Nebenwirkungen wahrscheinlich an Arbeitsfreien Tagen auftreten, da diese dich wahrscheinlich unkonzentriert machen (s. weiter unten „Nebenwirkungen“). Diese treten bei einem harten Entzug in der Regel nach 3-4 Tagen auf.

Ich empfehle vor allem am Anfang auf sämtlichen industriell gefertigten Zucker zu verzichten – auch auf Ersatzstoffe (vor allem Süßstoffe!) sowie Fruchtkonzentrate. Denn diese erinnern den Körper nur noch zusätzlich an Zucker und erhöhen deinen Heißhunger, eventuell verschlimmern sie sogar die psychischen Nebenwirkungen.

Kaufe vorher bewusst ein (oder lasse jemanden für dich einkaufen, falls es dir zu schwer fällt) und entledige dich sämtlicher Zuckerfallen. Am besten erledigst du das allerdings nicht, in dem du einfach deinen gesamten Vorrat an Süßigkeiten aufisst, sondern indem du diesen sicher verwahrst oder verschenkst. Ich habe zum Beispiel an meinem 2. Tag Zuckerfreiheit Schokolade geschenkt bekommen – diese liegt noch immer hinten in meinem Tiefkühlfach.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind sehr vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Daher werden sie gesondert noch einmal genau beschrieben. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören

Physisch

  • Kopfschmerzen/Muskelschmerzen
  • Schlafschwierigkeiten
  • Unreinere Haut
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Zittern

Psychisch

  • Heißhunger
  • Gereiztheit
  • Konzentrationsprobleme
  • Kraftlosigkeit
  • schlechte Laune

Durch die Vielzahl der psychischen Nebenwirkungen wird auch schnell klar, dass der Entzug sich ähnlich wie ein leichter Suchtmittelentzug verhält. Das sollte dich aber keinesfalls davon abhalten, den Zuckerentzug durchzuziehen. Nach 4-7 Tagen sind diese Symptome komplett verschwunden und du wirst dich besser fühlen als vorher!

Nach dem Entzug

Genau wie es negative Nebenwirkungen gibt, gibt es natürlich auch haufenweise positive. Diese treten nach dem Entzug auf, der in der Regel zwischen 4 und 7 Tagen dauert. Dazu gehören

  • besser schlafen
  • schnelles (und gesundes!) Abnehmen
  • besserer Geschmackssinn
  • Risiko von Krankheiten senken
    • Krebs
    • Karies
    • Diabetes Typ 2
  • keine Tagestiefs nach dem Mittagessen
  • bessere Laune
  • reinere Haut
  • langsameres Altern der Haut
  • allgemeines Wohlbefinden
    • bessere Laune
    • mehr Konzentration
    • wacheres Gefühl
  • Gesünderes Essen mit weniger Zusatzstoffen

Wie du siehst sind die positiven Nebenwirkungen sehr vielfältig. Diese bleiben im übrigen auch bestehen, wenn man nach dem Entzug mal „sündigt“ und zum Beispiel zu Weihnachten die Bratensauce mit Zucker bei der Familie isst. Auch ab und an ein Eis ist in Ordnung und lässt dich nicht gleich zurück in die Sucht fallen.

Man sollte aber wirklich darauf achten, nicht wieder anzufangen zu viel Zucker zu sich zu nehmen, denn ein erneuter Entzug ist in der Regel schwerer als der erste.

Tipps gegen die Nebenwirkungen

Allgemein hilft es immer viel zu trinken – natürlich ohne Zucker. Wasser oder ungesüßter Tee eignet sich am besten. Auch ein zuckerfreier Kakao kann Wunder bewirken, wenn dich mal wieder eine Heißhungerattacke überfällt.

Koche dir deine Lieblingsgerichte vor und friere diese ein. So hast du immer etwas leckeres zu Essen, auch wenn du in deiner unmotivierten und kraftlosen Phase bist. Falls du keinen Platz zum Vorkochen und einfrieren hast suche dir im Vorfeld am besten schnelle und leckere Rezepte raus. Für Inspirationen kannst du dich gerne bei meinen Rezepten umschauen – die sind ausnahmslos Zuckerfrei.

Kaufe dir für deinen Filmabend zuckerfreie Knabbereien wie zum Beispiel Walnüsse (die im Übrigen auch sehr viele gesunde Fette enthalten und damit sowohl gesund als auch sättigend sind) oder Gemüsesticks mit einem leichten Dipp. Es gibt auch zuckerfreie Chips (in der Regel die nur gesalzenen), die sich einfach nachwürzen lassen – in der Anfangszeit würde ich aber auch auf die verzichten.

Lenke dich bewusst von dem Entzug ab. Das ist zum Beispiel ein guter Zeitpunkt mit leichtem Sport anzufangen falls du noch keinen Sport machst. Achte aber darauf, dann leicht anzufangen, denn dein Körper hat mit dem Entzug schon genug zu kämpfen. Mache zum Beispiel erst einmal Anfängeryoga oder leichtes Cardio.

Was mir persönlich noch immer hilft: Schaue dir Dokus über Zucker an! Wenn man sich die ganzen negativen Seiten einmal vor Augen führt, fällt es einem viel leichter auch wirklich zu verzichten.

Und der wichtigste Tipp – halte durch. Halte dir immer wieder vor Augen, dass es nur 7 Tage sind, die du dich überwinden musst. Danach fällt dir eine Last von den Schultern und der Verzicht wird leicht. Dein Körper merkt, dass er den Zucker gar nicht braucht. Wenn du zwischendurch aber einknickst und Zucker isst fällt es deinem Körper viel schwerer und die Nebenwirkungen verstärken sich noch. Es ist nicht schlimm, wenn du versehentlich eine Scheibe Wurst isst, in der Zucker enthalten ist, dadurch musst du nicht gleich aufgeben. Aber versuche wirklich auf die Inhaltsstoffe zu achten und den Zucker zu vermeiden.

Mein persönlicher Entzug

Wie bereits Eingangs erwähnt fällt der Entzug bei jedem anders aus. Mir ging es in den ersten 5 Tagen wie immer – keine Entzugerscheinungen aber auch keine Besserung. Ich habe zwischendurch aber leider auch Zucker gegessen – im Balsamico Essig. Leider habe ich erst nach der Caprese daran gedacht auf die Zutatenliste zu gucken. Vielleicht fing der Entzug bei mir deshalb erst so spät an.

Erst am Tag 6 und 7 ging es mir richtig schlecht (das war zum Glück ein Wochenende). Ich hatte Kopf- und Gliederschmerzen und kam nicht mehr aus dem Bett. Mein Entzug hat sich im Prinzip angefühlt wie eine beginnende Grippe plus Heißhunger.

Keine Entzugserscheinungen aber auch keine Besserung. Erst am Tag 6 und 7 ging es mir richtig schlecht (das war zum Glück ein Wochenende). Ich hatte Kopf- und Gliederschmerzen und kam nicht mehr aus dem Bett. Mein Entzug hat sich im Prinzip angefühlt wie eine beginnende Grippe plus Heißhunger.

Ich habe versucht mich mit Sport abzulenken, was in den ersten Tagen zwar immer gut geklappt hatte aber in meinen beiden Entzugstagen war ich überhaupt nicht mehr Leistungsfähig und musste die Trainings nach Halbzeit abbrechen.

Es gab dann das erste Mal zuckerfreien Kakao, um dem Heißhunger etwas entgegen zu wirken. Und – wie auch bei jeder Krankheit – Hühnersuppe. Diese zwei Tage hieß es dann für mich nur Durchhalten und ich habe es geschafft.

Ich kann dir nur sagen, dass es sich wirklich lohnt. Nach den zwei Tagen war der Heißhunger wie weggeblasen und es ging mir praktisch über Nacht viel besser. Von dem Tag an ging es nur Bergauf und die positiven Nebeneffekte sind nach und nach eingetreten. Im Sport war ich Leistungsfähiger, habe schnell meinen Körperfettanteil gesenkt (abgenommen habe ich zwar nicht, aber ich habe Nebenbei auch Muskelaufbau betrieben), und bin insgesamt wacher und ausgeglichener.

Wenn du dich auf die Reise begibst bin ich auf einen Kommentar mit deinen Erfahrungen gespannt! Auch bei Fragen bin ich gerne für dich da.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem Weg!

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